DON'T PANIC
Oder: PER ANHALTER DURCH DEN BIO-LK

Sternzeit 425
Seit zwei Jahren befinden wir uns nun auf der "Herz aus Gold" im Bereich der divergierenden
Great-Barrier-Reef-Atomic-Hadley-Après-Ski-Jetstream-Zone.
Unser mobiles, Fliegendes Klassenzimmer, bzw. Bioraumschiff hat nun nach einigen Turbulenzen sicheren Hafen
erreicht...
Das Rückblättern im Logbuch lässt uns begreifen, wie dankbar wir unserem (charmant) allwissenden Reiseführer sein können:
(Seinen Spitznamen "der Galaktische Held" erhielt er von dem famosen Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis".) Ein fachmännischer Blick von ihm genügt um dir sagen zu können, wo dein Handtuch ist.
Damit Ihr Euch ein Beispiel an ihm und unserer zweijährigen massiven und komplexen Zusammenarbeit nehmen könnt, bei der wir u.a. gelernt haben, dass es keine Schande ist, Kondome zu benutzen und nach dem Toilettengang mal hinter sich zu schauen, werden wir Euch einige Einblicke in unsere exorbitanten Forschungsreisen gewähren:
Begonnen hat alles mit einem "massiven Problem".
Nachdem wir auf die Frage des Galaktischen Helden "Warum sind die Blätter grün?" nicht antworten konnten, da es nunmal keine Bäume im Weltraum gibt, gab es zahlreiche Meutereien die Führung des Fliegenden Klassenzimmers
betreffend. Dies erklärt sich durch die Anzweiflung der Glaubwürdigkeit des Galaktischen Helden durch einige unverbesserliche Unteroffiziere, wie z.B. Unteroffiziere Dietrich und Krauß, die sich mit diesen unzureichenden (quacksalberhaften) Begebenheiten nicht zufrieden geben wollten und daher beschlossen, auf eigene Faust zu recherchieren. (Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit!!).
Als sie jedoch nach anfänglichen Versuchen, eine Pilzkultur zu züchten, merkten, dass sie diese nicht mehr unter Kontrolle halten konnten, waren sie doch auf die Erfahrung des Galaktischen Helden angewiesen. Dieser und der Unteroffizier Serban bändigten mit vereinten Kräften den Monsterpilz, sodass er für die Mannschaft keine Bedrohung mehr darstellte und zugleich als anschauliches Lehrobjekt dienen konnte.
Diese wissensdurstigen Mitglieder der Crew veranlassten jedoch den Galaktischen Helden dazu, weiter in unfassbare Tiefen der Materie vorzudringen ("Da verweise ich an die speziellen Spezialisten der speziellen Spezialabteilung").
Es schien somit unumgänglich, einen Landeanflug auf Mutter Erde zu starten...
Dort angekommen, verscheuchten wir einige Bauern von ihrem Gehöft, um unbeschwerten Zugriff auf unsere Objekte der Begierde zu haben:
Die Augen, die uns aus der Dunkelheit böse anfunkelten, wurden noch an Ort und Stelle seziert. Vor Schreck gingen uns drei Offiziere verloren: Offiziere Schmitt, Baus und Wörner. Leider standen uns deshalb weniger Kräfte zur Verfügung, um unsere Aufgaben bewältigen zu können.
Denn schnell wurden wir angefallen von Gemeinen Flohkrebsen, Schlammröhrenwürmern, Roten Zuckmückenlarven, Köcherlosen Köcherfliegenlarven, Alpenstrudelwürmern und anderen furchterregenden Lümmelz.
Indem er seinen Bauch einzog und sein wichtiges Gesicht aufsetzte kam uns der Galaktische Held in unserem aussichtslosen Kampf erneut zu Hilfe.
Zurück in heimischen Gefilden hielten wir es für angebracht, ihn zu ehren, da nun auch die letzten Zweifel an Kompetenz erloschen waren.
Kadetten Hammes und Zipf überreichten ihm feierlich das "Übergalaktische Einschreiben" ("Ü-Ei"), was ihm den neuen Titel "Grandmaster G" verlieh.
Alle anfänglichen Zweifel, ob es richtig war, den Boden des Raumschiffs Bio-LK zu betreten, waren endgültig verflogen, sodass wir der nächsten Mannschaft des Bioraummobils nur mit schwerem Herzen die Crewquartiere überlassen.
Mit Wehmut werden wir noch viele Jahre das strahlende Leuchten des Biomobils am Himmel betrachten und der unfassbaren Erfahrung nachtrauern...
Resal Hammes und Anne Zipf
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