Gräffels Preis – Die unglaubliche Geschichte der Ulrike N.
Das Orakel – in Zeiten von Neo & Co bleibt auch unsere hochgeehrte (Ver-)Bildungsanstalt nicht von einer Voraussagung, ja, noch nicht mal von einer Vision verschont.
Do wurde schon anno 2002 gemunkelt: „Der Scheffel – Preis geht an Herrn Gräff“ und visionär beharrte Frau N. darauf ihn für sich zu gewinnen. Dieses Ziel wollte sie mit Hilfe eines Schülers erreichen, der es gewohnt ist hoch zu greifen und garantiert immer die Stange hält. Doch ob ein Stabhochspringer der geeignete Mann für diesen Job ist ?!!
Leider ist der auch damit vertraut, tief zu fallen.
Gerade deswegen wollte Frau N. sich noch ein Ass im Ärmel bewahren. Na ja, solange diese Karte nicht zur Piksieben mutierte, war ihr Kurs ja gerne bereit mitzutrommeln.
Abrakadabra Armkandelaber... – Motivation hieß das neue Zauberwort. Darum wurde gewichtelt , was das Zeug hält.
Ach so, für alle Schüler ab der siebten Klasse muss man ja noch mal erklären was das Wichteln ist:
Jeder Teilnehmende muss mit dem wenigen Geld, das er zur Verfügung hat ein kleines Präsent kaufen, das in einen Nikolaussack gesteckt wird. Danach wird, ohne dass man weiß, wer welches Geschenk hineingetan hat, der Reihe nach gezogen.
Doch motiviert zu werden ist auf Dauer sehr anstrengend und so kam es, das selbst das Wichteln nicht die erwünschten Ergebnisse brachte.
Mit dem Grundsatz: “Man kann alles kaufen, wenn man nur will.“ beschüttete uns Frau N. mit Geschenken jeglicher Art. Zum Beispiel: Käsestangen im Unterricht, Mohrenköpfe und Schokolade während der Deutscharbeit, Theaterbesuche mit anschließendem mexikanischen Essen, einer Parisfahrt, etc....
Aber sie hatte nicht mit den „Unbestechlichen“ gerechnet. Wir (ihr Kurs) hätten ohne Mühe eine dritte Faustversion schreiben können, das Problem dabei war nur, einige begannen damit schon in ihren Arbeiten zu Goethes Faust. Auch ein Feuilleton von Kurt Tucholsky hätte wohl kaum mit einem von unseren mithalten können, denn zumindest die Umgangssprache beherrschen wir wie kein Anderer. Echt knorke!
Selbst der Auftragsdiebstahl an Herrn Gräffs Geldbeutel in Prag sicherte Frau N. nicht den Scheffel-Preis. Der (Herr Gräff) fand nämlich dank seiner famosen Tschechischkenntnisse bald wieder nach Deutschland zurück.
So bleiben Frau N. wirklich nicht mehr viele Optionen offen, denn wie sie es auch dreht und wendet, sie sieht Roth. Der Scheffel-Preis wird wohl an Herrn Gräff gehen. (Übrigens: Solltet ihr mal ein Anwärter auf diesen heißbegehrten Preis sein, vergesst nicht, der Preis geht nie an euch, immer nur an den Lehrer!!!!)
Sollte er jetzt dennoch an den Kurs von Frau N. stolpern, so bleibt uns nur zu sagen: Frau N. war ja noch Zweitkorrektor!!
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